Wenn Zahlen Existenzen gefährden…
… und schnelle Beratung den Unterschied macht
Manchmal beginnt es mit einem Brief – und plötzlich ist das eigene Konto blockiert. Geld, das eigentlich für Miete, Strom oder den Einkauf gedacht ist, steht nicht mehr zur Verfügung.
Genau diese Situationen stehen im Mittelpunkt der bundesweiten Aktionswoche Schuldnerberatung vom 15. bis 19. Juni 2026 unter dem Motto: „Wie komme ich an mein Geld? – Wenn das P-Konto zum Problemkonto wird“.
Was abstrakt klingt, ist für viele Menschen in Solingen bittere Realität. Wenn Freibeträge nicht rechtzeitig freigegeben werden, geraten auch Familien von heute auf morgen in existenzielle Not.
Hier wirkt die Schuldnerberatung des Diakonischen Werks Solingen – leise, aber entscheidend. Sie sorgt dafür, dass Menschen wieder an das Geld gelangen, das ihnen gesetzlich zusteht. Sie hilft, wenn scheinbar nichts mehr geht.
Bevor das nicht pfändbare Einkommen von der Bank wieder freigegeben werden kann, prüfen und bescheinigen unsere Berater*innen, wie viel Geld z. B. einer bei uns begleiteten alleinerziehenden Mutter und ihren vier Kindern zum Leben zusteht:
Die Beratung und Prüfung der Einkommenslage und der gesetzlich festgelegten Bedarfe der Familie schützt damit besonders die, die am verletzlichsten sind: die vier Kinder. Denn wenn zu Hause plötzlich das Geld fehlt, spüren Kinder das sofort. Die Mutter erfährt zugleich eine unmittelbare Entlastung, wenn die Mietzahlung und die Stromkosten vom Konto überwiesen werden. Ein gesicherter Familienalltag ist keine Selbstverständlichkeit – er braucht Menschen, die hinschauen und handeln. So wird Schuldnerberatung zu mehr als Hilfe in finanziellen Fragen. Sie wird zu einem wichtigen Beitrag für ein kindgerechtes Solingen – konkret, wirksam und getragen von Solidarität.


