Flucht und Migration, eine gesellschaftliche Verantwortung

Solingen, 13. Mai 2022

Am 24. Mai 2022 laden das Diakonische Werk und die Amnesty Gruppe Solingen ab 18:00 Uhr zur Vorführung des Dokumentarfilms „Eldorado“ in den Räumen der VHS Solingen ein.

Der Schweizer Regisseur Markus Imhoof porträtiert in „Eldorado“ auf sehr persönliche Weise die Flucht tausender Menschen nach Europa, und zieht dabei Parallelen zu weiteren historischen Fluchtbewegungen. Der Eintritt ist kostenfrei, die 3G-Regel gilt.

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges kommt Markus Imhoof, damals als kleiner Junge, zum ersten Mal ganz direkt in Berührung mit dem Thema Flucht. Seine Familie nimmt die junge geflüchtete Italienerin Giovanna bei sich auf – obwohl sich der junge Markus lieber einen Bruder gewünscht hat. Bald schon entwickelt sich aber zwischen den Kindern eine enge Bindung, die auch nach der Ausweisung Giovannas durch einen regen Briefkontakt aufrechterhalten wird. Dieser intensive Kontakt wirft Fragen auf – Fragen, denen der mittlerweile erwachsene Markus in seinem Dokumentarfilm nachgeht.

Dafür verfolgt er, etwa 70 Jahre später, die Geschehnisse bei der italienischen Küstenwache, die zwischen 2013 und 2014 mehr als 10.000 Geflüchtete aus dem Mittelmeer zieht. Dabei beleuchtet er auch die Auswirkungen globaler Systeme auf das Schicksal der Einzelnen – und lädt die Zuschauenden dazu ein, selbst über ihre Rolle in diesen Systemen Gedanken zu machen.

Durch die Einbeziehung seiner persönlichen Geschichte und die Nähe zu den Protagonisten macht der Regisseur das Schicksal Geflüchteter erfahrbar. Er verknüpft dabei Beobachtungen aus verschiedenen Fluchtbewegungen – angesichts des aktuellen Ukrainekriegs wichtiger und aktueller denn je.

In diesem Jahr feiert die Integrationsagentur in Solingen 15-jähriges Bestehen – und damit 15 Jahre Engagement mit und für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Neben Beratungsangeboten besteht auch ein wichtiger Teil der Arbeit in der diversitätssensiblen Öffnung von Einrichtungen vor Ort. Die Filmreihe in Kooperation mit der lokalen Amnesty-Gruppe soll zudem der Solinger Öffentlichkeit die Gelegenheit geben, sich auf niedrigschwellige Art mit Themen wie Flucht und Migration auseinanderzusetzen.

Für die Teilnahme an der Veranstaltung ist keine Anmeldung nötig. Veranstaltungsort ist die VHS Solingen in der Mummstraße 10. Die Veranstaltenden freuen sich auf Ihre Teilnahme!

Diakonie und Kommunales Integrationszentrum laden zum Tag des Dialogs

Solingen, 28. April 2022

 

Das Diakonische Werk und das Kommunale Integrationszentrum laden alle Solinger*innen herzlich ein, am 16. Mai ab 17:00 Uhr am Tag des Dialogs teilzunehmen, in diesem Jahr zum Thema „Frieden“. Veranstaltungsort ist der Bürgersaal der Stadtkirche in Solingen Mitte.

Hoch über der Stadt, vor einem einmaligen Ausblick über Solingen, begrüßen die Veranstalter sowie Moderierende aus verschiedenen Gruppen und Initiativen aus der Stadt alle Interessierten und laden zum Gespräch ein. Der Tag des Dialogs findet im Rahmen der Aktionstage der Integrationsagenturen und der Servicestellen für Antidiskriminierungsarbeit statt. Um Anmeldung wird gebeten.

Gemeinsam den demokratischen Zusammenhalt in der Stadt stärken: einen Beitrag dazu zu leisten kann ganz einfach sein. Das zeigt der Tag des Dialogs, der in diesem Jahr wieder in Präsenz stattfinden kann. Im Bürgersaal werden Diskussionstische aufgestellt, an denen alle Platz nehmen können, die miteinander ins Gespräch kommen möchten – dafür im Alltag aber oft nicht die Zeit oder den Raum finden. „Achtsame Kommunikation macht aufmerksamer und offener und trägt dadurch auch zu einem friedlichen Miteinander in der Stadtgesellschaft bei“, so Fiona Sprack, Mitarbeiterin der Integrationsagentur des Diakonischen Werkes.

Der Tag des Dialogs hat sich bereits als fester Termin im Solinger Stadtkalender etabliert: 2018 wurde er zum ersten Mal vom Diakonischen Werk und dem Kommunalen Integrationszentrum ausgerichtet, und bringt seitdem jährlich verschiedenste Menschen aus dem Stadtgebiet zusammen. Angesichts der Pandemie musste er zuletzt abgesagt werden – umso mehr freuen sich die Veranstaltenden, ihn in diesem Jahr wieder ausrichten zu können.

Als Teil des Diakonischen Werkes setzen sich landesweit die Integrationsagenturen seit 2007 gezielt für die Teilhabeförderung zugewanderter Menschen ein. Seit 2019 gibt es zudem in Solingen die Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit mit dem Schwerpunkt Institutioneller Rassismus. Gemeinsam sind diese beiden Stellen in den verschiedensten Bereichen in der Stadt aktiv und fördern durch vielfältige Bildungs-, Beratungs- und Sensibilisierungsangebote somit auch den offenen Dialog.

Um das 15-jährige Bestehen der Integrationsagenturen in NRW und in Solingen gebührend zu feiern, gibt es im Mai über den Zeitraum von zwei Wochen zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen vor Ort. Wenn Sie mehr über die Angebote der Integrationsagentur und der Servicestelle für Antidiskriminierung in Solingen erfahren möchten, können Sie sich unter https://diakonie-solingen.de/angebote-einrichtungen/integrationsagentur/ sowie https://ada-diakonie-solingen.de/  informieren.

So vielfältig wie die Solinger Stadtgesellschaft sind auch die Meinungen und Ansichten – kommen Sie gerne am 16. Mai in den Bürgersaal und diskutieren mit!

Um Anmeldung per Mail wird gebeten: fiona.sprack@evangelische-kirche-solingen.de.

Es gilt die 3G-Regel, die entsprechenden Nachweise werden beim Einlass kontrolliert.

Das Diakonische Werk und das Kommunale Integrationszentrum freuen sich auf Ihre Teilnahme!

Solingen, 01.04.2022

Nach Eingang vieler Spenden konnten wir die benötigten Medikamente hier in Solingen bestellen. Sie wurden in der Apotheke abgeholt und schließlich in die Ukraine gebracht. Dort nahm sie die territorialen Armee entgegen, um sie an die Bevölkerung  weiterzugeben.

Wir danken den Spendern im Namen aller, denen die Medikamente und das Verbandsmaterial zugutekommt!

Beladung des Autos in Solingen:

Weitergabe der Medikamente in der Ukraine:

 

 

 

Ein Streit ist wie ein reinigendes Gewitter

Ein Streit ist wie ein reinigendes GewitterArtikel – Copyright BERGISCHE KRANKENKASSE – www.bergische-krankenkasse.de

Wenn Türen knallen, Teller unfreiwillig das Fliegen lernen und Stimmbänder gewaltige Oktavenhöhen erreichen, dann streiten wir. Stimmen Sie dieser Aussage zu? Nun ja, es geht auch anders und sollte in der Regel auch anders vonstattengehen. Doch gesittetes und respektvolles Streiten will gelernt sein, um voreinander die Achtung zu wahren – egal, ob im privaten, beruflichen oder öffentlichen Kontext.

Christina Kuhnert, Dipl.-Sozialarbeiterin, Moderatorin und Teamcoachin und Holger Berg vom Diakonischen Werk Solingen schildern, wie man auf Augenhöhe miteinander streitet, die Meinungen anderer respektiert und auch in Zeiten der Pandemie gegenseitigen Respekt vorlebt.

Gesamter Artikel hier als PDF

Wir bekennen Farbe für eine offene, vielfältige und tolerante Gesellschaft

25. März 2022

In Pink haben Mitarbeiter*innen des Diakonischen Werkes diese Woche ihre bewegte Pause durchgeführt, um ein klares Zeichen gegen Rassismus und menschenverachtendes Verhalten zu setzen. Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus (14. – 27.03.2022) initiiert der Solinger Sportbund gemeinsam mit den Sportvereinen und seinen Partnern in Solingen zum zweiten Mal die Aktion „PINK gegen Rassismus“.

„Auch wir im Diakonischen Werk wollen als Partner unsere Haltung für eine offene, vielfältige und tolerante Gesellschaft deutlich zeigen und wirken bei der Aktion sportlich mit“, so Ulrike Kilp, Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes Solingen. „Tag für Tag stehen wir in all unseren Handlungsfeldern für unsere Werte ein und arbeiten das ganze Jahr nachhaltig gegen Rassismus.“

In der Servicestelle Antidiskriminierungsarbeit des Diakonischen Werkes erhalten Betroffene, die aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Sprache, ihrer Religion oder aufgrund von rassistischen Zuschreibungen benachteiligt wurden, eine (rechtliche) Beratung und die Gelegenheit, in einem geschützten Raum über ihre Erlebnisse zu sprechen.

 

Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit
Ansprechpartnerinnen:
Marilena Jünemann und
Isabell Janik
Tel.: 0212 287 200
ada@evangelische-kirche-solingen.de

Hilfsangebote für ukrainische Flüchtlinge starten im Mehrgenerationenhaus

Solingen, 25.03.2022

Diese Woche starteten die vielfältigen Angebote für ukrainische Hilfesuchende im Mehrgenerationenhaus in Solingen.

Die Solinger Wohlfahrtsverbände AWO, Caritas und das Diakonische Werk werden dort zusammen mit ehrenamtlichen Helfern die Geflüchteten auf verschiedenste Weise unterstützen. Neben allgemeiner Sozialberatung zu den verschiedensten Themen wird es Angebote der psychosozialen Beratung geben, aber auch Gruppen- und Gesprächskreise, die sich speziell an Kinder oder Frauen richten. Das Solinger Tageblatt berichtete am 25.03.2022 über das Angebot.

Die aktuelle Übersicht (pro Tag jeweils auf Deutsch und Ukrainisch) über die Angebote finden Sie hier:

 

 

 

 

 

 

Hier finden Sie die Angebote als PDF:

Übersicht MGH_deutsch

Übersicht MGH_ukrainisch